13th Century: Death or Glory - Test
Auf den Spuren der Geschichte
Die vielen historischen Schlachten wurden kompetent recherchiert, Terrain und Aufstellung sind fest vorgegeben. Eine freie Truppenplatzierung ist somit nicht möglich; man muss mit den gegebenen Vor- und Nachteilen zu Recht kommen. Zusätzlich erschwerend kommen die Wetterverhältnisse hinzu: Sind die eigenen Truppen zu Beginn versprengt, finden sie bei starkem Regen nur schwer wieder zueinander. Nicht immer bleibt Zeit, um sich einen Überblick zu verschaffen, denn der Gegner schläft nie. Manchmal wird erst zögernd beobachtet und ein anderes Mal aggressiv nach vorn geprescht. Schwächen in der Verteidigung werden gnadenlos ausgenutzt. Während die Fußeinheiten die gefährlichen Stangenwaffen ablenken, peitscht die Kavallerie durch die Mitte und gibt den Fernkämpfern ordentlich Schmackes. Mein wohl durchdachter Hinterhalt durch meine Reittiere samt Reitern wird durch zurückgebliebene Pikeniere und Bogenschützen zunichte gemacht - schon ist die Schlacht verloren. Es ist erstaunlich, wie sich die künstliche Intelligenz in den Kämpfen schlägt. Nur gut ausgeklügelte Pläne und schnelle Umsetzung bringen den Gegner zum Wanken.
Wo Licht ist, gibt es meist auch Schatten. Für Missgunst sorgt die ungenaue Steuerung. Insbesondere die Platzierung der Truppen fällt oftmals schwer und lässt einfaches Drag´n´Drop wie in Medieval vermissen. Das Bewegen von bunt gemischten Truppentypen verkommt zu einem Alptraum: Es ist schwierig, eine ordentliche Sortierung vorzunehmen. Immer möchte das Spiel die Männer in einer Reihe und nicht in logischer Reihenfolge aufstellen: seitlich Kavallerie, in der Mitte das Fußvolk und dahinter die Fernkämpfer. Ständig entstehen Lücken, weil unsichtbare Hindernisse die Aufstellungen auseinander reißen. Auch werden die vorherigen Aufstellungen nicht abgespeichert und die Befehle müssen nach jedem Marsch erneut gegeben werden. Selbst das Anrücken in gleicher Geschwindigkeit fällt den eigenen Mannen schwer. Kämpfer zu Ross erreichen das Ziel bereits lange bevor die normalen Sandalenträger eintreffen - geordnete Formation: Fehlanzeige. Vier Spieler kloppen sich per LAN oder Direktverbindung übers Internet. Eine Onlinelobby gibt es nicht, somit ist es schwer, Gleichgesinnte zu finden. Elf Maps mit teilweise unterschiedlichen Grafiksets und Voraussetzungen (Winter, Herbst, Frühling, Sommer) stehen für umfassende Mehrspielerschlachten zur Verfügung. Insgesamt könnt ihr zwischen 21 Parteien wählen. Mit Startkapital werden Truppen eingekauft und bunt zusammengewürfelt. Durch das gute Balancing entstehen somit viele spannende Schlachten mit jeweils anderer Vorangehensweise.





Fan werden
Newsletter 
RSS 





Auf den Spuren der Geschichte Kommentare (0)